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Informationen aus Lehrbüchern, Fachzeitschriften und Presse

Halitosis - Mundgeruch

04.12.2010

Ursachen und Vorkommen

Die Halitosis galt lange Zeit als Tabuthema. Seit aber bekannt geworden ist, dass die Ursache von Mundgeruch bei bis zu 90% der Patienten intraoral, also im Mund, zu finden ist, ist es des öfteren Thema in der zahnärztlichen Praxis geworden und gehört zur zahnärztlichen Prophylaxe. Ein Berner Übersichtsartikel von Bornstein gibt einen guten Überblick:

 

Ursachen:

Bei der Entstehung der intraoralen Halitosis nehmen die sogenannten VSC (volatile sulphur compounds/ flüchtige Schwefelverbindungen) eine Schlüsselrolle ein.

Sie entstehen, wenn die Bakterien im Mund aus Nahrungsresten, abgestoßenen Epithelzellen, Speichel, Sulkusflüssigkeit (zwischen Zahn und Zahnfleisch) oder auch Blut ständig schwefelhaltige Peptide bzw. Aminosäuren fermentieren.

Die drei wichtigsten Vertreter dieser VSC nennt man Schwefelwasserstoff, Methylmerkaptan und Dimethylsulfid.

Nach eine Untersuchung von Delanghe et al 1996 gab es folgende Ursachen: 41% Zungenbelag, 31% Zahnfleischentzündung, 28% Parodontitis.

60% aller Mikroorganismen im Mund finden sich auf der Zunge (Lang u. Filippi, 2004). Eine besonders hohe Keimbesiedelung findet sich bei faltigen Zungen und wenn zu wenig feste Nahrung gegessen wird, da dann der physiologisch-mechanische Abrieb der Zungenoberfläche fehlt.

Fazit: Öfter mal Zähne putzen und Zunge mitputzen!

Eine mangelhafte Mundhygiene erkennt man am vermehrten Auftreten von weichen Belägen an den Zähnen oder am Auftreten von Zahnstein, wodurch die Bildung einer Zahnfleischentzündung begünstigt wird, besonders zwischen den Zähnen, an überstehenden Füllungen und Kronenrändern, an Rauigkeiten an Zähnen oder Füllungen und in den Zahnfleischtaschen, und wenn es beim Zähneputzen blutet, da dann eine Entzündung der Zahnfleischtasche vorliegt. Blut fördert die Entstehung der VNCs, da es ein essentielles Substrat für die Mikroorganismen darstellt.

Fazit: Rauigkeiten vom Zahnarzt polieren lassen, professionale Zahnreinigung, Interdentalbürstchen benutzen!

Aber auch bei bestimmten Mundschleimhauterkrankungen ist Mundgeruch eine unangenehme Begleiterscheinung. Die erkennt der Zahnarzt und kann entsprechend beraten.

Ein verminderter Speichelfluss bei bestimmten Erkrankungen oder chronischen Medikamenteneinnahmen (besonders Antidepressiva) kann ebenfalls Halitosis verursachen.

Der morgendliche schlechte Atem ist durch die physiologische Speichelflussverminderung in der Nacht bedingt und im Gegensatz zur pathologischen Halitosis von vorübergehender Natur.

Fazit: öfter mal Zähne putzen und regelmäßig zum Zahnarzt gehen!

Bei 10% der Patienten ist die Ursache von Mundgeruch Ausdruck einer Erkrankung, die nicht in der Mundhöhle zu suchen  ist. Bei Erwachsenen wird die Tonsillitis (Mandelentzündung) als häufigste Ursache des Mundgeruchs angesehen, bei Kindern sind es oft Fremdkörper in der Nase. Auch eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung, begünstigt durch Schnupfen oder eine verschobene Nasenscheidewand, kann eine Ursache sein, besonders wenn dauernd Sekret von der Nase über den hinteren Zungengrund abfließt.

Eine andere Ursache stellt die ungenügende Abdichtung des Mageneingangs dar. Dadurch kommt es immer wieder zu einem Zurückfließen des Mageninhalts in den unteren Teil der Speiseröhre.

Raucher haben einen charakteristischen Mundgeruch, den sogenannten smokers´breath.  Fazit: ...

 

Begünstigende Faktoren:

Rauchen, Alkohol, spezielle Diäten, Mundtrockenheit, zu wenig Wasser getrunken, beruflich zu viel reden müssen, Stress, Schnarchen, schlecht Luft durch die Nase bekommen, Allergien

 

Häufigkeit

Über die Häufigkeit von Mundgeruch in der Bevölkerung ist noch verhältnismäßig wenig bekannt. Laut einer japanischen Studie aus dem Jahr 2002 gaben von ca. 33.000 befragten und über 15 Jahre alten Personen 14,5% an, an Mundgeruch zu leiden (Saito u. Kawaguchi).

Eine Studie aus den USA zeigte auf, dass von den befragten über 60-Jährigen 43% Mundgeruch angaben (Loesche et al, 1996).

In einer Berner Untersuchung wurden Rekruten zwischen 18 und 25 Jahren befragt. 17% gaben an, noch nie an Mundgeruch gelitten zu haben. Bei der organoleptischen Messung fand sich bei ca. 30% der Untersuchten ein erhöhter Wert, der mit dem Zungenbelag und dem Rauchen korrelierte.

Männer und Frauen scheinen gleich häufig vom Mundgeruch betroffen zu sein. Die Bereitschaft, professionelle Hilfe für ihre Beschwerden anzunehmen, soll aber eher bei den Frauen vorhanden sein.

Fazit: den Zahnarzt oder Kieferorthopäden fragen, bessere Mundpflege, gesunde Lebensweise

Da sich in seltenen Fällen auch schwerwiegende Erkrankungen hinter einem Mundgeruch verbergen können, sollte die Diagnosestellung auf jeden Fall durch einen Arzt erfolgen.

 

 

 

 

 

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